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descriptionTabletten
Die Apotheke ist eine wichtige Schnittstelle zwischen Arzt und Patient. Sie versorgt die Bevölkerung mit allen Medikamenten und steht für kompetente Beratung.
descriptionMedizinflasche
Beim Umgang mit Medikamenten ist Vorsicht geboten. Bei einigen besteht die Gefahr der Abhängigkeit, andere sind nicht für Kinder oder Schwangere geeignet.
descriptionKassenrezept
Rezepte – viele Infos auf kleinstem Raum: zu Arzt, Patient, den Arzneimitteln und dem Kostenträger. Kassenrezepte sind rot, Privatrezepte grün oder blau.
descriptionFinger mit Pflaster
Stets verfügbar, mit den wichtigsten Medikamenten bestückt und ständig auf Haltbarkeit kontrolliert – eine Hausapotheke leistet schnelle Erste Hilfe.
descriptionBuch mit Brille
Was bedeuten „aut idem“, „Parallelimport“ und „Zuzahlung“? Das Lexikon erklärt die wichtigsten Fachbegriffe aus dem Bereich Arzneimittel und Apotheke.
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Die Fachbegriffe der Apotheker

Sie wollen wissen, was der Begriff "Homöopathie" eigentlich bedeutet oder was eine Wechselwirkung ist? Hier finden Sie die wichtigsten Begriffe aus den Bereichen Medikamente und Apotheke wie in einem Lexikon alphabetisch geordnet von A wie Antibiotika bis Z wie Zuzahlung.

Im Überblick



Von Antibiotika bis Compliance

A

Antibiotika

Medikamente zur Behandlung von Infektionskrankheiten

Antidot

Gegenmittel bei Vergiftungen

Antiseptika

Keimhemmende oder -abtötende Mittel

Anwendungsfehler
Nichteinnahme oder nicht bestimmungsgemäße Anwendung von Medikamenten: Die Folge können ernsthafte gesundheitliche Probleme sein.

Apotheke

Versorgt die Bevölkerung auf Grund gesetzlicher Bestimmungen ordnungsgemäß mit Medikamenten - inklusive kompetenter Beratung. In Deutschland gibt es über 21.000 öffentliche Apotheken, so dass auf 3.800 Einwohner durchschnittlich eine Apotheke kommt.

Apothekenpflichtig

Medikamente, die der Beratung bedürfen und deshalb per Gesetz nur über Apotheken zu beziehen sind

Applikation
Verabreichen von Medikamenten

Arzneibuch

Vom Bundesministerium herausgegebene Sammlung pharmazeutischer Vorschriften, die Qualität, Prüfung, Lagerung, Abgabe und Bezeichnung von Arzneimitteln sowie deren Verpackungsmaterialien betreffen

Arzneimittel
Das Wort Arzneimittel umfasst Tabletten, Tropfen, Dragees usw. Es ist gleichbedeutend mit den Begriffen Heilmittel, Medikament oder Präparat. In Deutschland müssen Arzneimittel vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte zugelassen werden.

Arzneimittelrisiken

Gefahren, welche durch die Einnahme von Arzneimitteln auftreten wie Neben- und Wechselwirkungen oder Abhängigkeit. Im Normalfall überwiegen die Krankheitsrisiken die Arzneimittelrisiken um ein Vielfaches.

Arzneimittelsicherheit
Alle Maßnahmen, mit denen die Gefahren im Umgang mit Arzneimitteln gemindert werden

Aut idem (lat: oder dasselbe)
Apotheker können das vom Arzt verordnete Medikament durch ein günstigeres mit gleichem Wirkstoff, gleicher Darreichungsform, Dosierung und Packungsgröße ersetzen. Hat der Arzt auf dem Rezept vor dem aufgeführten Medikament aber ein Kreuz bei aut idem gemacht, dann darf der Apotheker das Medikament nicht ersetzen.

B

Beipackzettel
Im Beipackzettel sind alle Pflichtinformationen des Herstellers über das Medikament aufgeführt.

C

Compliance
Mitarbeit des Patienten bei der sachgerechten Anwendung von Medikamenten
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Von Darreichungsform bis Homöopathie

D

Darreichungsform
Tablette, Kapsel, Tropfen, Zäpfchen, Salbe, Pflaster usw. Die Medikamenten-Form bestimmt maßgeblich den Eintritt der Wirkung und ihre Dauer.

Diagnostika

Medikamente oder spezielle Tests zur Erkennung von Krankheiten

Dosierung
Einnahmebestimmung: Wie viel von dem Medikament muss ich nehmen, wann, wie häufig und wie lange?

Dosis
Einzunehmende Menge eines Medikamentes, die nach Einzel- und Tagesdosis (Menge in 24 Stunden) unterschieden wird

F


Fachapotheker
In speziellen Fachbereichen zusätzlich ausgebildeter Apotheker

Festbetrag
Höchstbetrag, den die gesetzlichen Krankenkassen bei bestimmten Medikamenten auf Rezept aus der Apotheke erstatten. Verschreibt der Arzt ein über dem Festbetrag liegendes Medikament, so muss der Patient die Differenz zwischen Festbetrag und Medikamentenpreis selbst bezahlen.

Freiverkäuflich

Medikamente sind freiverkäuflich, wenn sie auch außerhalb von Apotheken, etwa in Drogerien, verkauft werden dürfen.

G


Gegenanzeigen (Kontraindikationen)
Beschwerden, Erkrankungen oder Umstände, zum Beispiel Schwangerschaft, bei denen das Medikament nicht oder nur mit Einschränkungen nach Rücksprache mit dem Arzt angewandt werden darf

Generikum

Medikament mit einem Wirkstoff, dessen Patentschutz abgelaufen ist und das als oft preiswerteres Nachahmerpräparat auf dem Markt ist

H


Homöopathie

Von dem deutschen Arzt Samuel Hahnemann entwickeltes Therapieverfahren. Es beruht auf dem Prinzip, dass Ähnliches mit Ähnlichem behandelt wird (similia similibus curentur). Durch homöopathische Medikamente soll der Körper zur Selbstheilung angeregt werden. So sollen etwa Substanzen, die Brechreiz verursachen, in niedrigster „Potenz“ (homöopathische Konzentration) Übelkeit vorbeugen oder behandeln.
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Von Indikation bis Nutzen-Risiko-Bewertung

I

Indikation
Anwendungsgebiet von Medikamenten

Interaktion
Wechselwirkung mit anderen Medikamenten

K

Kombinationspräparat
Medikament, das mehrere Wirkstoffe enthält

Kontraindikation
Gegenanzeige

M

Mehrzahlung
Differenz zwischen dem Preis eines Medikaments und dem Festbetrag

N

Nahrungsergänzungsmittel
Präparate, welche die Gesundheit stärken und erhalten sollen. Sie beugen Nährstoffmangel vor oder gleichen eine bereits bestehende Unterversorgung mit essenziellen Nährstoffen aus. Hierzu zählen unter anderem niedrig dosierte Vitamin- und Mineralstoffpräparate.

Naturheilmittel
Hierzu zählen Phytopharmaka (Medikamente mit pflanzlichen Inhaltsstoffen) und Homöopathika.

Nebenwirkungen
Unerwünschte Begleiterscheinungen bei bestimmungsgemäßem Gebrauch eines Medikamentes. In der Packungsbeilage aufgelistete Nebenwirkungen müssen nicht auftreten.

Non-Compliance
Falsch- und Nichtanwendung von Medikamenten. Bei etwa 30% der Falschanwendungen kommt es zu Gesundheitsschäden, die zum Teil mit Krankenhausaufenthalten enden.

Normpackungen
Genormte Packungsgrößen für Medikamente. N1 steht für die kleinste Packung zum Testen der Verträglichkeit oder für die Akuttherapie. N2 ist die mittlere Packungsgröße bei nicht dauerhafter Erkrankung. N3 als größte Packung dient zur Langzeittherapie.

Nutzen-Risiko-Bewertung
Abwägung der Wirkung und Nebenwirkungen. Bei bestimmungsgemäßem Gebrauch dürfen keine schädlichen Wirkungen auftreten, die medizinisch vertretbare Maßstäbe übersteigen.
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Von Offizin bis Rote Liste

O

Offizin
Kundenraum der Apotheke

Originalpräparat
Medikament, das aufgrund des Patentschutzes zuerst allein auf dem Markt ist. Ein Nachahmerpräparat (Generikum) darf erst nach Ablauf des Patentschutzes auf den Markt gebracht werden.

P

Parallelimport
Medikamente, die aus dem Ausland importiert worden sind, aber den gleichen oder einen sehr ähnlichen Namen sowie die gleiche Zusammensetzung wie das deutsche Medikament haben

Phytopharmaka
Pflanzliche Medikamente

Placebo
Schein-Medikament ohne Wirkstoff

Psychopharmaka
Medikamente zur Behandlung seelischer Erkrankungen

R

Reimport

Bei einem Reimport handelt es sich um ein Medikament, das in Deutschland hergestellt, ins Ausland exportiert und dann auf Grund der niedrigeren Preise nach Deutschland zurückimportiert wird

Reiseapotheke
Enthält sowohl Medikamente, die dazu bestimmt sind, sich im Urlaub gegen gesundheitliche Beschwerden zu wappnen, wie auch die Medikamente, die regelmäßig auch zu Hause eingenommen werden müssen

Resistenz
Krankheitserreger können gegenüber bestimmten Medikamenten (Antibiotika) resistent werden, so dass diese nicht mehr wirken.

Retard-Arzneimittel
Medikamenten Form, die den Wirkstoff verzögert freigibt. Dadurch wird die Wirkdauer verlängert, das Medikament muss seltener eingenommen werden.

Rezept
Verordnung des Arztes, welches Medikament in welcher Menge abzugeben ist

Rezeptur
Individuelle Herstellung von Medikamenten in der Apotheke auf Kundenwunsch oder Verschreibung durch einen Arzt, meist Salben

Rote Liste
Auflistung von Medikamenten, herausgegeben vom Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie
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Von Selbstmedikation bis Zuzahlung

S

Selbstmedikation
Behandlung mit Medikamenten ohne ärztliche Abklärung und ohne Rezept. In Ihrer Apotheke finden Sie hierzu kompetente Beratung.

V

Verschreibungspflicht
Verschreibungspflichtige Medikamente dürfen nur nach ärztlicher Verordnung abgegeben werden, da die Therapie eine ärztliche Kontrolle erfordert.

W

Wechselwirkung (Interaktion)
Gegenseitige Beeinflussung zweier oder mehrerer Medikamente sowie von Medikamenten mit Lebensmitteln, zum Beispiel Käse, Milch, Alkohol. Durch eine Interaktion kann die Wirkung verringert, verstärkt oder verlängert werden. Falls Sie mehrere Medikamente nehmen, klären Sie eventuelle Wechselwirkungen mit Ihrem Arzt oder Apotheker ab.

Z

Zulassung
Der pharmazeutische Unternehmer muss bei der gesetzlich vorgeschriebenen Zulassung die Qualität, Unbedenklichkeit und Wirksamkeit seines Medikamentes nachweisen.

Zuzahlung
Beteiligung der Patienten an den Ausgaben der Krankenkassen, im allgemeinen Sprachgebrauch auch Selbstbeteiligung (früher: "Rezeptgebühr") genannt. Die Voraussetzungen für eine Befreiung oder teilweise Befreiung von der Zuzahlung bei Medikamenten in der Apotheke sind gesetzlich geregelt.
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Apotheker
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Ist „Aut idem“ auf dem Rezept angekreuzt, bedeutet das: Der Arzt verordnet speziell ein ganz bestimmtes Medikament. Der Apotheker darf es nicht durch ein günstigeres ersetzen – was sonst von den Kassen erwünscht ist.
Homöopatische Mittel
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Homöopathische Mittel sollen die Selbstheilungskräfte des Körpers anregen – nach dem Prinzip, Ähnliches mit Ähnlichem zu heilen.
Tablettenschachtel
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Die Packungsgrößen von Medikamenten sind genormt. N1 ist die kleinste Menge, N2 die mittlere, und N3 steht für die größte Menge und wird zur Langzeittherapie verordnet.
Apotheker
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Kassenpatienten müssen für manche Medikamente eine Zuzahlung leisten, die ein kleiner Teil des Verkaufspreises des Arzneimittels ist. Allerdings darf die Zuzahlung nicht höher als 10 Euro sein. Viele Medikamente sind jedoch von der Zuzahlungspflicht befreit.