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Brustkrebs (Mammakarzinom): Hormone als Ursache



Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass die weiblichen Geschlechtshormone Östrogen und Gestagen Einfluss auf die Entstehung von Brustkrebs haben: Viele Menstruationszyklen im Leben einer Frau erhöhen die Wahrscheinlichkeit an Brustkrebs zu erkranken.

Als Risikofaktoren werden angesehen:
  • eine frühe erste Regelblutung
  • eine späte letzte Regelblutung (Menopause)
  • Kinderlosigkeit
Das Risiko von Frauen mit einer Menopause nach dem 55. Lebensjahr ist etwa verdoppelt gegenüber Frauen mit einer Menopause vor Vollendung des 45. Lebensjahres.

Hormonpräparate sparsam einsetzen

Mehrere Studien ergaben, dass das Brustkrebsrisiko durch eine Hormonersatztherapie in den Wechseljahren deutlich ansteigt. Deshalb wird eine Hormontherapie nur noch nach genauer Abwägung des Nutzens und der Risiken empfohlen.

Das Risiko an Brustkrebs zu erkranken scheint für die einfache Östrogentherapie um den Faktor 1,2 erhöht zu sein. Das entspricht fünf zusätzlichen Brustkrebserkrankungen bei 1000 Frauen mit Behandlung über zehn Jahre. Bei Frauen mit Anwendung einer Östrogen-Gestagen-Therapie über zehn Jahre scheint das Risiko einer Brustkrebserkrankung sogar auf das Zweifache erhöht zu sein. Frauen mit einer familiären Brustkrebsbelastung scheinen durch Hormonersatzpräparate noch stärker gefährdet zu sein als andere.

Die Pille scheint bei gesunden Frauen ohne familiäres Brustkrebs-Vorkommen das Risiko nur geringfügig zu erhöhen. Allerdings senkt die Pille auch das Risiko, an anderen Krebsarten zu erkranken, wie Eierstockkrebs oder Krebs der Gebärmutterschleimhaut. Zehn Jahre nach Absetzen der Pille besteht aber kein Risikounterschied mehr zu Frauen, die nicht die Pille eingenommen haben. Der Schutz der Pille vor Eierstockkrebs und Gebärmutterschleimhautkrebs bleibt hingegen noch etwa 15 Jahre nach Absetzen der Pille erhalten. Ein abschließendes Urteil über Nutzen oder Schaden der Pille steht noch aus.
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