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Haarausfall – die Ursachen sind vielfältig



Es gibt unzählige Ursachen dafür, dass Haare sich lichten. Dabei unterscheidet man die reversible und die irreversible Form des Haarausfalls (Alopecia).

  • Beim reversiblen, das heißt behebbaren Haarausfall ist lediglich die Produktion neuer Haare gehemmt: Haare fallen aus, aber es wachsen nur zeitweise keine neuen nach. Die Ursachen für diese Hemmung können oft rückgängig gemacht werden.
  • Beim irreversibler, das heißt nicht behebbarer Alopecia sind die Haarfollikel so sehr geschädigt, dass auch langfristig keine neuen Haare mehr gebildet werden können. Auch bei diesen – bisher glaubte man: nicht therapierbaren – Fällen zeichnen sich im Forschungsbereich jetzt neue Behandlungsmöglichkeiten ab.
Oft ist Haarausfall zeitlich begrenzt und bedarf keiner weiteren Behandlung. Kurzfristig kann es zum Beispiel bei Frauen nach der Geburt eines Kindes durch die Hormonumstellung zu vermehrtem Haarausfall kommen. Das legt sich aber in der Regel nach einigen Wochen wieder. Auch ausgeprägter Stress und UV-Strahlung zählen zu den Ursachen, die zeitweilig die Haare ausgehen lassen, ebenso wie ein Mangel an Mineralstoffen, wie Zink oder Eisen. Das heißt: Auch eine ausgewogene Ernährung kann die Haarpracht positiv beeinflussen.

Medikamente als Ursache für Haarausfall

Alopecia kann auch als Nebenwirkung bei einigen Medikamenten auftreten. Eines der bekanntesten Beispiele ist die Chemotherapie. Krebspatienten, die mit stark wirksamen Mitteln behandelt werden, müssen fast immer mit partiellem oder vollständigem Haarausfall rechnen. Neben der ohnehin schweren Krankheit ist das eine zusätzliche psychische Belastung. Auch zahlreiche weitere Gesundheitsstörungen sind Ursachen für Haarausfall: zum Beispiel Störungen des Immunsystems, chronische Infektionen oder Hauterkrankungen.

Die Ursache der kreisrunden Alopecia ist eine Autoimmunerkrankung, bei der körpereigene Immunzellen die Haarfollikel angreifen.

Drei Viertel aller Männer leiden am genetisch bedingten Haarausfall, der sogenannten androgenetischen Alopezie. Bei Frauen trifft genetisch bedingter Haarausfall zirka 30 Prozent der über 40-Jährigen.
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