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Plazentainsuffizienz in der Schwangerschaft



Die Plazenta (Mutterkuchen) versorgt das Ungeborene in der Gebärmutter mit Sauerstoff, Flüssigkeit, Vitaminen und Nährstoffen. Auch Antikörperaus dem Blut der Mutter gelangen über die Plazenta in den kindlichen Kreislauf. In der entgegengesetzten Richtung sorgt sie dafür, dass Abfallprodukte aus dem Stoffwechsel des Kindes abtransportiert werden. Außerdem hält sie viele Giftstoffe aus dem Blut der Mutter vom Fötus fern – nicht aber zum Beispiel Alkohol und Nikotin sowie Medikamente. Die Plazentaschranke hat damit unter anderem die wichtige Funktion eines Filters, der das ungeborene Leben schützen soll.



Ist die Plazenta nicht voll funktionstüchtig (Plazentainsuffizienz), ist der Stoffaustausch zwischen Mutter und Kind beeinträchtigt. Bei einer schweren Unterversorgung des Kindes muss eine verfrühte Geburt eingeleitet werden, um eine Schädigung zu verhindern. Eine Plazentainsuffizienz kann chronisch oder akut auftreten.

Ursachen einer Plazentainsuffizienz während der Schwangerschaft

Eine chronische Plazentainsuffizienz kann beispielsweise durch eine Präeklampsie oder Diabetes mellitus verursacht werden. Rauchen ist ein Risikofaktor für diese schwere Schwangerschaftskomplikation. Auch ein Schwangerschaftsbluthochdruck, Infektionen und eine Niereninsuffizienz können zur Plazentainsuffizienz führen.

Eine akute Plazentainsuffizienz kann die Folge einer vorzeitigen Plazentaablösung oder von Nabelschnurkomplikationen während der Geburt sein.

Symptome und Diagnose einer Plazentainsuffizienz

Eine akute Plazentainsuffizienz kann sich durch Blutungen und Krämpfe bemerkbar machen. Die chronische Plazentainsuffizienz fällt meistens nur bei den Vorsorgeuntersuchungen auf.

Wenn die Plazenta nicht voll leistungsfähig ist, entdeckt der Arzt Hinweise darauf bei der routinemäßigen Ultraschalluntersuchung: Der Fötus ist dann zu klein und das Fruchtwasser verringert. Liegen diese Anzeichen vor, macht der Arzt eine Doppler-Sonografie. Das ist eine spezielle Form der Ultraschalluntersuchung, mit der man die Fließgeschwindigkeit des Blutes sowohl in der Plazenta und den Blutgefäßen der Gebärmutter als auch in den Blutgefäßen des Kindes messen kann. Eine Doppler-Sonografie wird sicherheitshalber auch gemacht, wenn bei der Mutter Risikofaktoren wie Diabetes mellitus oder eine Präeklampsie vorliegen. Liegt eine Plazentainsuffizienz vor, zeigt die Doppler-Sonografie meist, dass die Blutgefäße, die die Plazenta versorgen, zu eng oder verkalkt sind.

Therapie einer Plazentainsuffizienz in der Schwangerschaft

Wenn die Doppler-Sonografie eine chronische Leistungsschwäche der Plazenta bestätigt hat, wird fast immer strenge Bettruhe im Krankenhaus verordnet. Weil man die Plazentainsuffizienz nicht therapieren kann, wird eine mögliche Grunderkrankung konsequent behandelt. Regelmäßige Untersuchungen (Ultraschalluntersuchung und Herzton-Wehenschreiber (CTG)) überprüfen, wie es dem Kind geht. Ist die Unterversorgung sehr ausgeprägt, leitet der Arzt eine verfrühte Geburt ein. Tritt die Plazentainsuffizienz akut auf, liegt immer ein Notfall vor. Das Kind wird dann zum Beispiel mit Kaiserschnitt, Saugglocken- oder Zangengeburt entbunden.

Vorbeugung einer Plazentainsuffizienz

Liegen bei der Mutter Risiken wie ein zu hoher Blutdruck oder Diabetes mellitus vor, werden regelmäßige Ultraschallkontrollen durchgeführt, um eine eventuelle Mangelversorgung des Kindes frühzeitig erkennen und Gegenmaßnahmen einleiten zu können. Den Risikofaktor Nikotin können Sie selbst minimieren: Jede Zigarette ist eine zu viel und schadet dem Kind.

Finden Sie hier zehn hilfreiche Tipps für einen erfolgreichen Rauchstopp.
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