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Behandlung bei Zöliakie und Sprue: Glutenfreie Ernährung



Einzige Behandlungsmöglichkeit bei Zöliakie oder Sprue ist eine Ernährungsumstellung auf eine glutenfreie Diät, die lebenslang beibehalten werden muss. Das bedeutet für den Betroffenen und oft auch seine Familie eine radikale Umstellung der Essgewohnheiten. Dass dies vielen schwer fällt und mit dem Verzicht auf manche Lieblingsspeise verbunden ist, liegt auf der Hand. Aber nur, wenn die glutenfreie Ernährungweise strikt eingehalten wird, kann sich die entzündete und abgeflachte Darmschleimhaut regenerieren, sodass sich die Verwertung der Nährstoffe aus der Nahrung wieder normalisiert.

Ernährungsumstellung lindert Zöliakie-Symptome meist schon nach wenigen Tagen

Meist setzt eine Besserung der Durchfälle und des Allgemeinbefindens schon wenige Tage nach der Ernährungsumstellung auf glutenfreie Nahrungsmittel ein. Es dauert aber längere Zeit, bis eine völlige Beschwerdefreiheit erreicht ist. Wenn die Schleimhaut stark beeinträchtigt ist, leiden manche Patienten zusätzlich an einer Laktoseintoleranz. Auf Milch und Milchprodukte muss der Betroffene dann ebenfalls vorübergehend verzichten. Nach der Erholung der Dünndarmschleimhaut bereiten Milchprodukte aber meist keine Beschwerden mehr.

Glutenfreie Diät sollte streng eingehalten werden

Auch, wenn manche Zöliakie-Patienten nach der Regeneration der Darmzotten den mäßigen Verzehr glutenhaltiger Kost vertragen, raten Experten dringend dazu, die glutenfreie Diät streng einzuhalten. Untersuchungen ergaben, dass sich in solchen Fällen häufiger Geschwüre oder sogar Tumoren entwickelt haben. Die Schwierigkeit besteht darin, im Alltag die "erlaubten" glutenfreien Nahrungsmittel von den glutenhaltigen und damit "verbotenen" zu unterscheiden.

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