Gesund & stark: Frauengesundheit im Fokus
In Deutschland leben aktuell mehr als 40 Millionen weibliche Personen. Der Einfluss des Geschlechts auf die Gesundheit, also häufige Erkrankungen, wichtige Risikofaktoren bis hin zur Prävention und medizinischen Versorgung, ist mittlerweile sehr gut untersucht und belegt. Aus diesen biologischen und sozialen Faktoren ergeben sich zahlreiche Unterschiede in der Gesundheit von Frauen und Männern. Dementsprechend ist es für Frauen sehr wichtig, über ihren Gesundheitszustand und Vorsorge-Möglichkeiten gut informiert zu sein.
Welche Unterschiede gibt es in der Gesundheit von Frauen und Männern?
Die Lebenserwartung steigt seit einigen Jahrzehnten stetig an und liegt aktuell bei etwa 83,4 Jahren. Damit übersteigt sie die Lebenserwartung der Männer, die im Durchschnitt 78,5 Jahre alt werden. Neben dem Zusammenwirken vieler Faktoren sind Unterschiede im Gesundheitsverhalten bei den Geschlechtern von großer Bedeutung.
Dazu zählen unter anderem:
- Tabakkonsum,
- körperliche Bewegung,
- Ernährung,
- riskantes Verhalten oder
- gesundheitsschädliche Arbeitsbedingungen.
Auch wenn es grundsätzlich viele Erkrankungen gibt, die Frauen und Männer gleichermaßen betreffen, treten einige Besonderheiten ausschließlich bei Männern und andere wiederum nur bei Frauen auf.
Beispielsweise betreffen
- Menstruation,
- Schwangerschaft und
- Wechseljahre
ausschließlich Frauen.
Frauen werden manchmal einfach "anders" krank und zeigen bei bestimmten Erkrankungen andere Symptome und einen anderen Krankheitsverlauf als Männer.
Herz-Kreislauf-Erkrankungen etwa sind in diesem Zusammenhang bereits besonders gut erforscht. Obwohl sie bei beiden Geschlechtern nach wie vor zu den häufigsten Todesursachen zählen, wird beispielsweise der Herzinfarkt weiterhin als eher "männliche" Erkrankung wahrgenommen. Frauen
- unterschätzen demnach sehr häufig ihr Erkrankungsrisiko,
- sind im Durchschnitt älter, wenn sie einen Herzinfarkt erleiden und
- haben meist andere Symptome als Männer.
Arthrose und Osteoporose treten bei Frauen aufgrund von Veränderungen im Hormonhaushalt häufiger auf als bei Männern und machen sich besonders in einem späteren Lebensalter bemerkbar. Neben dem weiblichen Geschlecht, zunehmendem Alter und familiärer Veranlagung, wird die Entstehung von Osteoporose zusätzlich gefördert durch
- Bewegungsmangel,
- Fehlernährung,
- andere rheumatische Erkrankungen,
- die Einnahme bestimmter Medikamente,
- etc.
Aufgrund von vermehrten Belastungen im Alltag, sind Frauen häufiger von psychischen Störungen wie
- Depression,
- Angststörungen oder
- Essstörungen
betroffen als Männer. Bei der Entstehung von psychischen Erkrankungen spielen grundsätzlich biologische, psychische und soziale Faktoren eine Rolle.
Bei den Krebserkrankungen zählt Brustkrebs nach wie vor zu den häufigsten Krebsdiagnosen bei Frauen. Die Forschung wurde in den letzten 25 Jahren jedoch deutliche vorangetrieben, so haben dich die Überlebenschancen für Betroffene erheblich verbessert. Besonders wichtig sind in diesem Zusammenhang die Information und das Wissen um Vorsorgeuntersuchungen.
Weiters sind Erkrankungen wie
- Endometriose,
- Myome der Gebärmutter und
- Gebärmuttersenkung
häufige gynäkologische Erkrankungen. Diese sind per se nicht lebensgefährlich, können die Lebensqualität aber erheblich beeinträchtigen.
Zu den häufigsten Todesursachen bei Frauen zählen:
- Ischämische Herzkrankheiten,
- Demenz,
- zerebrovaskuläre Erkrankungen,
- hypertensive Herzkrankheit, hypertensive Herz- und Nierenkrankheit,
- Herzinsuffizienz,
- COVID-19,
- Brustkrebs,
- Lungenkrebs,
- chronische Krankheiten der unteren Atemwege,
- Diabetes mellitus.
Gesund (als Frau) älter werden
Durch die ständig steigende Lebenserwartung erreichen Männer und Frauen im Vergleich zu früher ein hohes Lebensalter. Um also bis ins hohe Alter eine möglichst gute Lebensqualität genießen zu können, sollte ein gesundes Älterwerden im Fokus sein.
Mit der richtigen Aufklärung und Information können Frauen besonders in der Lebensmitte aktiv etwas Sinnvolles für Ihre Gesundheit und zur Früherkennung und Vorbeugung von bestimmten Erkrankungen beitragen. Besondere Lebensumstände erfordern dabei manchmal sehr individuelle Lösungen, um gesund älter zu werden.
Frauen zwischen 18 und 34 Jahren können einmalig einen Gesundheits-Check-up durchführen lassen, ab dem 35. Lebensjahr ist eine Gesundenuntersuchung in der Hausarztpraxis alle drei Jahre möglich. Die Kosten werden von den Krankenkassen übernommen.
Diese Gesundheitsmaßnahme dient unter anderem der Früherkennung von
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen,
- Diabetes mellitus oder
- Nieren-Erkrankungen.
Hausärzte können ebenso Informationen zur Früherkennung von Haut- oder Darmkrebs geben.
Früherkennungsuntersuchungen zu gynäkologischen Krebsarten sowie zu Brustkrebs sind im Rahmen der gynäkologischen Untersuchung möglich. Informieren Sie sich diesbezüglich bei Ihrer Gynäkologin oder Ihrem Gynäkologen.
Einen großen Einfluss auf unseren Gesundheitszustand haben neben Vorsorge und Früherkennung außerdem regelmäßige Bewegung, eine ausgewogene Ernährung und Achtsamkeit.
Bewegung
Durch regelmäßige körperliche Aktivität wird das allgemeine Wohlbefinden gestärkt. Sie hilft beim Stressabbau und kann zusätzlich das Risiko für
- Herz- und Gefäßerkrankungen.
- Diabetes mellitus,
- Übergewicht oder
- Bluthochdruck
senken.
Ernährung
Eine gesunde und ausgewogene Ernährung stärkt die körpereigenen Abwehrkräfte und kann dazu beitragen, die Leistungsfähigkeit zu steigern und Heilungsprozesse zu begünstigen.
Achtsamkeit & Stressbewältigung
Andauernder Stress und mentale Belastungen können negative Folgen für die psychische Gesundheit haben. Kurze Auszeiten im Alltag können dabei helfen, Stress zu reduzieren und die Belastbarkeit zu verbessern.
Wenn Sie weitere Informationen oder Beratung zum Thema Frauengesundheit benötigen, zögern Sie nicht zu uns in die Apotheke zu kommen. Wir beraten Sie gerne.




